Zentrum für Soziale Psychiatrie Haina LWV Impressum Kontakt

Pressemeldungen 2009

 

    Leben so normal wie möglich

    20 Jahre Heilpädagogische Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung

    Start Stop Bildershow mit click auf das Bild !   Robert Becker    Musikalische Umrahmung: Jugendliche und Kinder musizierten im Orchester unter der Leitung von Gudrun Schollmeyer während der Feierstunde.  Foto: Senzel

    Robert Becker Musikalische Umrahmung: Jugendliche und Kinder musizierten im Orchester unter der Leitung von Gudrun Schollmeyer während der Feierstunde. Foto: Senzel

    Von Werner Senzel

    BAD Wildungen/haina. Mit einer Feierstunde und buntem Programm begingen Mitarbeiter und Bewohner das 20-jährige Bestehen der Heilpädagogischen Einrichtungen des Vitos Konzerns des Landeswohlfahrtsverbandes. Für die Feier wurde das Kurhaus in Bad Wildungen am Mittwochabend extra noch einmal geöffnet.

    Der Präsident der Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (LWV), Robert Becker, ging in seiner Ansprache auf die Geschichte der Heilpädagogischen Einrichtungen ein: Noch in den 80er-Jahren sei die Meinung weit verbreitet gewesen, dass Menschen mit geistiger Behinderung nur im klinischen Rahmen, in einer psychiatrischen Klinik angemessen gepflegt und betreut werden könnten, "in Häusern, die zu Recht als Schlangengruben" bezeichnet wurden".

    Die Arbeit einer vom Bundestag eingesetzten Psychiatrie-Enquête-Kommission habe schließlich die richtige Richtung aufgezeigt: "Menschen mit geistiger Behinderung sind keine Fälle fürs Krankenhaus und selbst bei schwersten Fällen geistiger oder mehrfacher Behinderung ist davon auszugehen, dass die betroffenen Menschen in bestimmtem Umfang bildungsfähig sind und sich ein Leben wünschen, das so normal wie möglich verläuft; auch wenn sie auf individuelle Unterstützung, Pflege und Begleitung angewiesen sind." Im Rahmen einer Enthospitalisierung von geistig behinderten Menschen aus psychiatrischen Krankenhäusern wurden vom LWV im Januar 1989 die Heilpädagogischen Einrichtungen in Betrieb genommen.

    Dies habe zu einem großen Innovationsschub in der Arbeit der Einrichtungen geführt. Es wurden moderne Betreuungskonzepte entwickelt, Häuser in den umliegenden Ortschaften angemietet, und es wurden Wohnungen gebaut, die den Ansprüchen der teilweise massiv behinderten Bewohner gerecht wurden. "Es galt, die Bewohner möglichst schnell regional einzugliedern, sie an ihren Unterkunftsorten zu integrieren".

    Längst seien die Heilpädagogischen Einrichtungen des LWV zu einer bewährten Dauereinrichtung geworden. "Sie leisten einen besonderen Beitrag in der Betreuung von Menschen leisten, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung besonders hohe Anforderung an die Qualität und Intensität der Betreuung stellen", sagte Becker.

    Das 20-jährige Bestehen wurde mit einem bunten Programm gefeiert, zu dem es herzlichen Beifall für Beiträge von Mitarbeitern und Bewohnern aus Riedstadt, Weilmünster, Herborn und Haina gab.

    Quelle: HNA - Datum: 18.09.2009 - Text und Fotos: Werner Senzel

    - nach oben

    200 Teilnehmer bei Fortbildung: Anders sein

    Haina-Kloster. Mehr als 200 behinderte und nicht behinderte Teilnehmer sind von Dienstag bis Freitag zu den Fortbildungstagen der Vitos Heilpädagogischen Einrichtungen zusammen gekommen, die zum vierten Mal in Bad Wildungen, Haina und Frankenberg veranstaltet wurden

    In diesem Jahr ist die Heilpädagogische Einrichtung Haina Gastgeber für Besucher aus Merxhausen, Herborn, Weilmünster, Riedstadt und Viersen. Die Zusammenkunft steht unter dem Motto stand "Anders sein - Normal sein - Partner sein, 20 Jahre individuelle Heilpädagogik".

    Barrieren abgebaut

    Werner Thielemann, der Pädagogische Leiter der Heilpädagogik Haina, sagte, es sei ein glücklicher Umstand gewesen, dass eine dynamische Gruppe von Mitarbeitern 1988 beschlossen habe, Fortbildungsveranstaltungen künftig anders organisieren, nämlich wenigstens für ein paar Tage, und dass trennende Barrieren abgebaut wurden.

    Während der Hainaer Fortbildungstage finden 15 Workshops mit unterschiedlichen Themen statt. (mab)

    Quelle: HNA - Datum: 18.09.2009 - Text: Martina Biedenbach

    - nach oben

    Die Heime der Vitos Haina gemeinnützige GmbH erhalten erneut ihr Qualitätssiegel!

    „Sie leisten gute Arbeit!“ Mit diesen Worten gratulierte die Auditleiterin Annette Redeker von BSI Hanau den Leitungen und MitarbeiterInnen der Vitos Heilpädagogische Einrichtung Haina und der Vitos Begleitenden Psychiatrischen Dienste zur Verlängerung ihres Qualitätszertifikats nach ISO 9001 um weitere drei Jahre. Beide Einrichtungen wurden einem zweitägigen Audit zur Überprüfung ihres Qualitäts-Managementsystems unterzogen. Die beiden Auditorinnen der Fa. BSI Hanau überprüften in Gesprächen und vor Ort die Arbeit der Einrichtungen im Hinblick auf die Einhaltung der festgelegten Qualitätsziele. Die Auditorin Gabriele Mötter, die bereits die Erstzertifizierung vor drei Jahren durchführte, betonte, dass die viele Veränderungen in der Arbeit der Einrichtungen entdeckt habe. Dies zeige, dass beide Heime den Weg der kontinuierlichen Verbesserung fortgesetzt haben.


    Unser Bild zeigt die Auditorinnen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der begleitenden psychiatrischen Dienste sowie der Heilpädagogischen Einrichtung während eines Audits.

    - nach oben

    Zentrum für Soziale Psychiatrie Haina heißt nun Vitos Haina

    Die Zentrum für Soziale Psychiatrie Haina gemeinnützige GmbH mit ihren Betriebsstätten Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik für forensische Psychiatrie, Heilpädagogische Einrichtung, Wohn- und Pflegeheim sowie Gutsbetrieb heißt nun Vitos Haina gemeinnützige GmbH .

    Der neue Name ist Ausdruck einer tiefgreifenden strategischen Neuausrichtung, für die sich die am 1. Januar 2008 vom Landeswohlfahrtsverband Hessen neu gegründete Holding und ihre Tochtergesellschaften, zu denen auch das Zentrum für Soziale Psychiatrie Haina zählt, entschieden haben. Mit ihrem Leitspruch „Kompetent für Menschen“ versprechen die Vitos GmbH und ihre Tochtergesellschaften Qualität und Transparenz in ihrer Arbeit, die aufbauend auf der Tradition des Landeswohlfahrtsverbandes die Voraussetzungen schaffen soll, im hart umkämpften Markt des Gesundheits- und Sozialwesens erfolgreich bestehen und sich weiterentwickeln zu können.

    Der Name vitos ist ein Kunstwort, das sich aus dem lateinischen „vita“ und dem griechischen „bios“ ableitet – beides bedeutet Leben.

    Zur Vitos Haina gemeinnützige GmbH gehören die Betriebsstätten

    - Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina mit

    - Vitos psychiatrische Tagesklinik Korbach und

    - Vitos psychiatrische Ambulanz Haina sowie

    - Vitos psychiatrische Ambulanz Korbach

    Die Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina ist ein Fachkrankenhaus zur Behandlung aller psychiatrischen Krankheitsbilder erwachsener Menschen einschließlich der Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen. Tagesklinische und ambulante Behandlungen ergänzen die stationären Angebote.

    Vitos Klinik für forensische Psychiatrie mit den Außenstellen

    - Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina in Gießen

    - Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina in Fischbach und

    - Vitos forensisch-psychiatrische Ambulanz Hessen in Eltville, Gießen, Haina, Kassel und Schotten

    Die Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina ist für die Behandlung der erwachsenen psychisch gestörten Rechtsbrecher (§ 63 StGB) des Bundeslandes Hessen zuständig, des weiteren für die vorläufige Unterbringung nach § 126a StPO.

    Vitos Heilpädagogische Einrichtung Haina
    Die Vitos Heilpädagogische Einrichtung Haina ist eine Einrichtung nach dem Heimgesetz für Menschen mit geistiger Behinderung und leistet Eingliederungshilfe und Hilfe zur Pflege gemäß SGB XII und SGB XI

    Vitos begleitende psychiatrische Dienste Haina
    Die Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste betreuen in Ihrem Wohn- und Pflegeheim Menschen mit vorrangig seelischer Behinderung individuell in Wohn- und Hausgemeinschaften mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

    Vitos Gutsbetrieb Haina
    Der Gutsbetrieb bewirtschaftet in Haina und Bad Emstal eine Gesamtfläche von ca. 400 ha.

    Vitos Schule für Gesundheitsberufe Oberhessen
    Seit 2004 werden die Krankenpflegeschulen der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie Haina, Marburg und Gießen gemeinsam als Verbund-Krankenpflegeschule betrieben. Es stehen zurzeit 100 Ausbildungsplätze, verteilt auf 3 Krankenpflegekurse zur Verfügung

    Die Vitos Haina gemeinnützige GmbH verfügt in ihren Betriebsstätten über ca. 700 Betten und Behandlungsplätze. Über 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei der Vitos Haina gemeinnützige GmbH beschäftigt.

    Historie:
    Die Vitos-Einrichtungen haben in Hessen eine Tradition von 475 Jahren. Am 26. August 1533 und in den Folgejahren wurden die „Hohen Hospitäler“ gegründet. Sie gelten als der Beginn von Psychiatrie und staatlicher sozialpolitischer Hilfe im deutschsprachigen Raum. 1868 gingen sie auf den „Kommunalständischen Verband“ über, der 1953 zum Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) wurde. Am 01.01.2008 hat der LWV Hessen sie in zwölf gemeinnützige Tochtergesellschaften unter einer Holding, der Vitos GmbH, ausgegliedert. Der LWV Hessen bleibt Alleingesellschafter der Vitos GmbH.

    Hintergrund:
    Die Vitos GmbH bündelt als strategische Unternehmensholding Ihres Alleingesellschafters LWV Hessen zwölf gemeinnützige Tochtergesellschaften.

    Tätigkeitsschwerpunkte sind psychiatrische Kliniken für Erwachsene, Jugendliche, Kinder, Kliniken für forensische Psychiatrie sowie Fachkliniken. Rund 8.500 Mitarbeiter erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von ca. 470 Mio. Euro. Der Konzern ist in Hessen an mehr als 40 Standorten vertreten.

    Mit 3.177 stationären und teilstationären Betten bzw. Plätzen ist die Vitos GmbH Hessens größter Anbieter für die ambulante, teil- und vollstationäre Behandlung psychisch kranker Menschen. Darüber hinaus ist sie Träger von Einrichtungen für Menschen mit geistiger bzw. seelischer Behinderung sowie sozialpädagogischer Jugendhilfeangebote mit insgesamt 1.181 Plätzen. Dazu kommen 325 Betten in Fachkliniken.

    - nach oben

    Akupunktur als Therapie bei psychischen Erkrankungen

    zusammengetragen von Hans Schäfer
    Akupunktur wird in der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina zur Unterstützung und Ergänzung der anderen Therapieangebote eingesetzt.

    Zur Wirkungsweise weiß man, dass die gezielten, kaum schmerzhaften Stiche mit dünnsten Nadeln körpereigene Bodenstoffe, beispielsweise Schmerzabwehrstoffe (Endorphine), freigesetzen, die an vielen verschiedenen Organsystemen im menschlichen Körper ihre Wirkung entfalten können.

    Mit Hilfe der Akupunktur werden also körpereigene Substanzen im Sinne einer Selbstheilung aktiviert. Ein großer Vorteil der Akupunktur ist, dass es sich um eine nahezu nebenwirkungsfreie Heilmethode handelt. Akupunkturbehandlung im therapeutischen Alltag .

    Hr. SchäferDie Ohrakupunktur wird in der Hainaer Klinik von geschulten Ärzten und Krankenpflegepersonal sowohl auf den Stationen als auch in Klinikambulanz und Tagesklinik durchgeführt.

    Sie wird unterstützend bei der Behandlung von Depressionen und ihren Begleitsyndromen sowie bei Abhängigkeitserkrankungen jeglicher Art:

    - Substanzabhängigkeit wie Drogen, Alkohol und Medikamente
    - oder Essproblemen, Spielsucht, Arbeitssucht usw.

    eingesetzt.

    Stimulation durch Akupunktur

    Die Akupunktur ist in der Lage, Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und Beruhigung herbeizuführen.  




    Indikation zur Akupunktur

    - Abhängigkeitserkrankungen, z.B. Raucherentwöhnung

    - Stressbewältigung und Erschöpfung

    - Depressive Syndrome

    - Schlafstörungen

    - Migräne

    - HWS Syndrom

    - orthopädische Erkrankungen

    um nur einige Krankheitsbilder zu nennen

    In der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie wird nach dem NADA-System mit fünf Ohrpunkten gearbeitet:

    Der wesentliche Effekt dieser Behandlung besteht in Beruhigung, Entspannung und dem Ausgleich vegetativer Störungen wie z.B.

    • Schwitzen
    • Frieren
    • Verdauungsprobleme

    Sie hat eine muskelentspannende Wirkung und lindert Nervosität.

    Dies führt zu einer Verminderung der Entzugssymptomatik und unterstützt damit den Patienten bei seinem Vorhaben, vom Suchtmittel loszukommen.  

    Akupressurbehandlung
    Anstelle der Akupunktur mit Nadeln oder Ohrdauernadeln kann man die weniger invasive Form der Akupressur anwenden. Dazu benutzt man beispielsweise kleine Magnetkügelchen, die auf den Akupunkturpunkten aufgeklebt werden und dort mehrere Tage einen Akupressurreiz auslösen, was ebenfalls beruhigt, entspannt und vegetative Störungen lindert.

    - nach oben

    Vitos Haina baut für 2,8 Millionen Euro an der Grauhecke

    Haina (Kloster) (apa). Noch erstreckt sich ein großes, leeres Grundstück mit einer Baumreihe hinter dem Dorfgemeinschaftshaus in Haina. Doch schon im Herbst dieses Jahres soll dort der Grundstein gelegt werden für einen 2,8 Millionen Euro teuren Neubau der Vitos Haina gGmbH. Es entstehen 20 Plätze für die Pflegestufen II und III und vier Wohngemeinschaften à fünf Plätze. Ende 2010 soll der Bau fertig sein, für Anfang 2011 ist der Einzug geplant.

    Blick von Norden auf das Grundstück hinter dem Hainaer Dorfgemeinschaftshaus an der Grauhecke: Hier investiert die Hainaer Psychiatrie 2,8 Millionen Euro für einen Neubau, in dem Wohngruppen für seelisch behinderte Menschen Platz finden. Foto: apa

    Zehn Jahre lang fristete das frühere Wohn- und Pflegeheim eine Art Schattendasein am Zentrum für Soziale Psychiatrie: Die Bewohner der Einrichtung wollten so recht in kein Schema passen. Einerseits liegen bei ihnen psychiatrische Diagnosen wie Schizophrenie oder Angstzustände vor, doch mit einer „normalen“ Therapie allein ist ihnen nicht geholfen.
    Die Bewohner sind chronisch krank, oder wie es in der Einrichtung heißt, seelisch behindert. Ein selbstständiges Leben außerhalb psychiatrischer Betreuung ist deshalb (noch) nicht möglich. In den vergangenen Jahren wuchs die Zahl derer, die im Wohn- und Pflegeheim am Zentrum die passende Betreuung fanden – wenn auch die Abrechnung mit den Kostenträgern oft ein Kampf war, wie sich der Therapeutische Leiter Erwin Gruber erinnert.
    Immer weitere Wohngruppen entstanden, zuletzt eine dezentrale Gruppe in Löhlbach. Sie bleibt, ebenso wie die Wohngruppe Wohra, erhalten. „So konnte es nicht mehr weitergehen“, verweist Gruber auf die Zustände in den bisherigen Häusern „Rosengarten“ und „Gutshof“ auf dem Gelände des Zentrums in Haina. Die Räume sind beengt, die Bewohner haben weder Einzelzimmer geschweige denn eine eigene Nasszelle. In den Wohngruppen herrscht Stations¬charakter statt der erwünschten familiären Atmosphäre.

    Die Bewohner, die in der Wohngruppe „Rosengarten“ leben, haben nicht die Möglichkeit, das Haus allein zu verlassen. „Das fordert enorme personelle Ressourcen“, betont Gruber. Der Gutshof ist denkmalgeschützt. „Es gibt einfach keine Möglichkeiten, die Häuser weiterzuentwickeln“, fasst der Therapeutische Leiter zusammen. Zudem sind die beiden Gruppen verhältnismäßig weit voneinander entfernt – auch das kostet Zeit und damit Geld. Dass sich für Mitarbeiter und Bewohner etwas ändern musste, stand schon 2008 fest. Und das sollte nicht nur der Name des WPH sein, der nun „begleitende psychiatrische Dienste“ lautet.
    Mit dem Neubau der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, der im Winter 2009 bezogen wurde, entstand im Haus 14 Platz. Doch ein Umbau für die begleitenden psychiatrischen Dienste hätte sogar mehr gekostet als ein Neubau, sagt der Geschäftsführer der Vitos Haina gGmbH, Jürgen Hammerschlag. Mit dem Gebäude an der Grau¬hecke wird nun nicht nur ein höherer Betreuungsstandard möglich, sondern auch ein anderes Ziel erreicht: „Uns geht es auch um die Lösung vom Zentrum“, sagt Gruber.

    Deshalb gab es zunächst auch die Überlegung, auf dem Gelände der abgebrannten Helgelandhalle in Frankenau zu bauen. Doch bei einer Analyse überwogen die Vorteile für Haina. Einer von mehreren Gründen war die Tatsache, dass das Baugrundstück dem Landeswohlfahrtsverband gehört.
    Mit dem Neubau haben Erwin Gruber und seine Mitarbeiter die Möglichkeit, das Konzept der begleitenden psychiatrischen Dienste neu zu formulieren und umzusetzen. Beispiele sind das Vorhaben, eine Begegnungsstätte für gesunde und kranke Menschen zu schaffen und der Plan, später eine Tagespflegeeinrichtung anzubauen (in der Grafik als grüner Anbau links am Hauptgebäude vorgemerkt). Erste Gespräche mit der Kirchengemeinde haben bereits stattgefunden, die ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert hat, wie Pfarrer Oliver Koch bestätigt. Bereits seit zwei Jahren planen Gruber und andere Mitarbeiter des früheren WPH die Aufteilung der Räume, sprechen sogar schon über die Farbgebung der Zimmer und der Funktionsräume: Denn Licht und Farben sind für psychisch kranke Menschen von nicht zu unterschätzender Bedeutung.
    Das Team hat viele Ideen gesammelt. Sogar ein kleiner Park mit Streichelzoo, der für alle Bürger zugänglich sein soll, gehört dazu. „Der Baukörper sollte von denen mitgestaltet werden, die die Abläufe kennen“, erläutert Gruber. „Man muss eine solche Baumaßnahme mit den Mitarbeitern, die da nachher beschäftigt sind, besprechen, damit sich Bewohner und Mitarbeiter im Tagesgeschäft wohlfühlen“, fügt Hammerschlag hinzu. Die Ideen wurden in Absprache mit dem Architekturbüro Kleinberg aus Lollar eingearbeitet.

    Das U-förmige Hauptgebäude mit 1150 Quadratmetern Nutzfläche wird eingeschossig und durch die Hanglage teil¬unterkellert. Die offene Seite des „U“ zeigt nach Norden zum Wald hin. Die beiden Einzelhäuser haben eine Nutzfläche von je 200 Quadratmetern.

    Quelle: Waldeckische Landeszeitung – Frankenberger Zeitung - Datum: 27.06.2009 -
    Text und Foto: Andrea Pauly

    - nach oben

    Sommerfest

    Am Sonntag, dem 28. Juni 2009, findet auf dem Gelände der Zentrum für Soziale Psychiatrie gemeinnützige GmbH wieder unser Sommerfest statt, das von den im Zentrum vereinten Einrichtungen, der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, der Klinik für forensische Psychiatrie, der Heilpädagogischen Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung und dem Wohn- und Pflegeheim für Menschen mit seelischer Behinderung ausgestaltet wird.

    Die Vorbereitungen sind mit viel Engagement und neuen Ideen getroffen worden.

    Das Fest beginnt mit einem gemeinsamen Gottesdienst der Kirchspiele Haina, Löhlbach, Dodenhausen und Battenhausen um 11.00 Uhr in der Klosterkirche. Der Gottesdienst wird musikalisch umrahmt vom Posaunenschor Grüsen.

    In den Straßenzügen ,,Heinz-von-Lüder-Weg'' und ,,An der Wohra'' erwarten die Besucher die unterschiedlichsten Attraktionen. Für die kleinen Gäste stehen eine Hüpfburg sowie eine Go-Cart-Bahn bereit. Eine Pferdekutsche steht bereit und wer Lust hat, kann hiermit das Umfeld erkunden. Ponyreiten findet sich ebenso im interessanten und abwechslungsreichen Programm wieder, wie Glücks- und Geschicklichkeitsspiele. Für musikalische Unterhaltung sorgen der das Landes-Polizeiorchester Hessen, die Band der Kegelbergschule sowie die Band der Klinik für forensische Psychiatrie „Duty free“. Nach Lust und Laune kann das Tanzbein geschwungen werden.

    Zur Stärkung bei soviel Aktivitäten ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Es besteht die Möglichkeit, sich an alkoholfreien Getränken, an Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und Waffeln, Würstchen, Steaks, Gyros und Pommes zu laben.

    Wer noch etwas Schönes zum Verschenken sucht, der ist beim Sommerfest in Haina genau richtig. Viele schöne Bastelarbeiten aus Stoff, Holz, Ton und Papier erwarten die interessierten Besucher genauso wie der Verkaufsstand der ZSP-eigenen Gärtnerei und die farbenfrohe Ausstellung der betriebseigenen Kunsttherapien. Daneben sind bei der großen Tombola viele wertvolle Preise zu gewinnen.

    Außerdem lädt die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zum Tag der Offenen Tür in Ihren Stationsneubau Haus 1 zur Besichtigung ein.

    Alle Bürgerinnen und Bürger sowie die Freunde der Hainaer Einrichtungen sind eingeladen, einen abwechslungsreichen, schönen und fröhlichen Tag beim Sommerfest an der ZSP Haina gGmbH zu verbringen. Selbstverständlich sind auch die historische Klosteranlage, das Psychiatriemuseum sowie das Tischbeinhaus zur Besichtigung geöffnet.

    Die Bewohnerinnen und Bewohner unserer Einrichtungen würden sich sehr freuen, auch Sie an diesem Tag bei uns begrüßen zu können.

    - nach oben

    10jähriges Jubiläum der Wohngruppe „Forsthäuser“

    Die Wohngruppe „Forsthäuser“ der Heilpädagogischen Einrichtung in am Zentrum für Soziale Psychiatrie in Haina hat in diesem Jahr bereits zum 10. Mal ihre Projekttage durchgeführt. Die Freizeitmaßnahme fand mit allen Bewohnern und Mitarbeitern der Wohngruppe statt und führte bereits zum achten Mal hintereinander an den Ferienpark Teichmann am Edersee.

    Durch die Vielzahl der Möglichkeiten auf und um den Edersee und der wunderschönen Landschaft des Nationalparks, ist jede Freizeit anders, aber immer wieder spannend und neu zugleich. Gemeinsam hat die Wohngruppe mit viel Bewegung bei Nordic Walking, Radfahren und Wandern die Landschaft erkundet und genossen. Bei den Aktivitäten ging es nicht um Leistung, sondern darum Natur und Menschen und das soziale Miteinander zu erleben, neue Eindrücke zu gewinnen und neue Ideen zu erfahren um Kraft für den Alltag zu tanken. Durch die relativ kleinen, autonomen Wohneinheiten, mit je 2 bis 3 Bewohnern und 1 bis 2 Mitarbeitern pro Haus, entstand dabei eine gewollte familienähnliche Wohnsituation, die von den Bewohnern sehr gern angenommen und durchaus genossen wurde.

    Auch die Entspannung und das gesellige Zusammensein kamen beim gemeinsamen Grillen, Bootsfahrten, Shoppen usw. bei den Projekttagen nicht zu kurz. Einfach mal dem Alltagsstress, den auch - oder gerade - geistig behinderte Menschen tagtäglich spüren, hinter sich zu lassen und dem Stress für kurze Zeit zu entfliehen, war das Ziel der Freizeitmaßnahme.

    Die Naturerfahrungen und die ausgewogene Mischung aus sportlichen Aktivitäten, Relaxen und Geselligkeit förderten auch dieses Jahr erneut die sozialen und zwischenmenschlichen Beziehungen, bauten Verständnis füreinander weiter auf und machten die Freizeit am Edersee wieder zu etwas Besonderem.


    Unser Bild zeigt die Bewohner und Betreuer der Wohngruppe „Forsthäuser“ während der Projekttage

    - nach oben

    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hainaer Psychiatrie spenden für krebskranke Kinder

     Haina. Es ist schon zu einer Tradition geworden, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentrum für Soziale Psychiatrie Haina gGmbH einmal im Jahr eine Spendenaktion zugunsten von hilfsbedürftigen Menschen aus der ganzen Welt durchführen.

    Jetzt konnte ein Spendenbetrag in Höhe von 1.000,-- € an die „Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder Marburg e.V.“ übergeben werden.

    „Es ist uns als sozialer Einrichtung ein besonderer Herzenswunsch“, so sagte Geschäftsführer der ZSP Haina gGmbH Jürgen Hammerschlag im Rahmen der offiziellen Übergabe des Schecks „die gerade im Gesundheitsbereich so wertvolle ehrenamtliche Arbeit der Elterninitiative zum Wohle krebskranker Kinder zu unterstützen.“

    Über die Arbeit der Elterninitiative konnten sich Hammerschlag und die Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit des ZSP Haina, Frau Martina Caspari, bei der Übergabe des Schecks an die Vorsitzende der Elterninitiative, Frau Edith Martin, auf der onkologischen Station der Kinderklinik Marburg informieren.

    Die Elterninitiative betreut hier leukämie- und tumorkranke Kinder und Jugendliche zwischen einem halben und 18 Jahren, die zur Therapie Ihrer Erkrankung zum Teil mehrere Monate fast ununterbrochen in der Klinik verbringen müssen. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kindern und Jugendlichen deren schweres Los durch Wärme und persönlichen Zuspruch ebenso zu erleichtern wie durch z. B. kindgerechtere Einrichtung der Spiel- und Patientenzimmer auf der onkologischen Station der Kinderklinik Marburg, Mithilfe bei der Finanzierung von Erzieher- und Pflegerstellen oder die Entlastung der betroffenen Familien. „Da die Krebserkrankung nicht nur körperliche Leiden verursacht, sondern auch die Psyche der jungen Menschen zum Teil schwer belastet“, sei es, so Frau Martin „besonders wichtig, ihnen in dieser schweren Zeit Geborgenheit und Mitgefühl zu vermitteln und eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich zuhause fühlen können.“ Frau Martin, die selbst die Leiden, die Erkrankung und den Verlust eines Kindes miterlebt hat, hat die Elterninitiative 1985 mit gegründet.

    In den vergangenen Jahren konnten bereits zahlreiche Hilfsorganisationen von der Spendenfreudigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZSP Haina profitieren, darunter „Ärzte ohne Grenzen“, die SOS-Kinderdörfer, das Deutsche Rote Kreuz, die Kinderkrebshilfe und einige andere.

    Unser Bild zeigt den Geschäftsführer der ZSP Haina gGmbH, Herrn Jürgen Hammerschlag, bei der Übergabe des Schecks an Frau Edith Martin von der Elterinitiative (Mitte). Rechts im Bild die Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit, Frau Martina Caspari.

    - nach oben

    Bunte Kostüme im Schwarzlicht begeistern

    Bewohner und Mitarbeiter der Heilpädagogischen Einrichtung feiern ausgelassen Karneval – Programm mit Sketchen und Tänzen

    Haina (Kloster). Mit einem bunten Programm feierte die Heilpädagogische Einrichtung (HPE) des Zentrums für soziale Psychiatrie am Donnerstag ihren Karneval im Dorfgemeinschaftshaus. Mehr als 100 Bewohner und Mitarbeiter hatten sich fantasievoll verkleidet und geschminkt.


    Die Bewohner der Heilpädagogischen Einrichtung hatten großen Spaß beim Tanzen.

    Die Gemündener Karnevalistin Edeltraud Becker führte durch das Programm. Jörg Gunst spielte in den Pausen zum Tanz auf und die Bewohner hatten so viel Spaß, dass die Tanzfläche immer gut gefüllt war.


    Die "Gallier-Girls" aus Ellershausen wirbelten bei ihrem Cheerleader-Tanz über die Bühne in Haina.


    Das abwechslungsreiche Programm eröffneten die „etwas anderen Funkenmariechen“ Olga Richter und Lilli Aljoschin mit einem Hip-Hop, bevor die „Gallier Girls“ aus Ellershausen als Cheerleaders über die Bühne wirbelten. Mit Spannung wurden die „Grufties“ von den Burgwaldnarren erwartet. Sie nutzten ihren Auftritt als Generalprobe für ihre eigene Karnevalsveranstaltung und erhielten tosenden Applaus. Nach dem „Karnevalsschmaus“ mit heißen Würstchen und leckeren selbstgemachten Salaten der Wohngruppen verzauberte die HPE-Tagesstätte alle mit ihren Auftritten im Schwarzlicht. Die strahlenden Schlümpfe mit einem gelb leuchtenden Vater Abraham kamen ohne Zugabe nicht von der Bühne.



    Leuchtende Schlümpfe im Schwarzlicht - die Mitarbeiter der Tagesstätte bei Ihrem Auftritt

    Für ihr Leitungsteam lassen sich die Mitarbeiter der Tagesstätte immer etwas Besonderes einfallen. Da sich Michael Ritter und Werner Thielemann im vergangenen Jahr nicht zu schade waren, als Balletttänzer aufzutreten, bleiben sie in diesem Jahr verschont und erhielten den Orden „wider den tierischen Ernst“. Sabine Battefeld und Ilka Stielow hatten sich von den Kochsendungen inspirieren lassen und bereiteten einen „Obstsalat“ aus lebenden Früchten zu. Die Bewohner hatten sich als Apfelsine, Banane, Pflaume, Kirsche und Apfel verkleidet und hatten sichtlich viel Freude an ihrem Auftritt. Zum Abschluss des unterhaltsamen Programms kämpfte das Männerballett des SSV Bunstruth als Römer der Legion „Schoppendalus VI“ zu fetziger Musik gegen Asterix, Obelix und ihre Freunde.

    Quelle: Waldecksche Landeszeitung – Frankenberger Zeitung - Datum: 14.02.2009
    Text und Fotos: ug

    - nach oben