Pressemeldungen 2007
Zentrum für Soziale Psychiatrie als gGmbH im Handelsregister eingetragen
- Sicherheit bis zum Jahr 2011
HAINA (KLOSTER). Am Montag ist das Zentrum für Soziale Psychiatrie in Haina als gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung ins Handelsregister eingetragen worden. Aus dem Betriebsleiter Jürgen Hammerschlag ist damit ein Geschäftsführer geworden. Er betonte im Gespräch mit WLZ- FZ, dass sich für die Mitarbeiter des Zentrums nichts ändere - erst einmal.
Geschäftsführer Jürgen Hammerschlag. (Foto: pr)
Die Umwandlung des Eigenbetriebs des Landeswohlfahrtsverbandes in eine gGmbH (gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung) hat die Gemüter vieler Mitarbeiter lange erhitzt, hat Sorgen und Ängste, aber auch Widerstand ausgelöst. In den vergangenen Monaten war es ruhig geworden um die gGmbH. Am Montag folgte der bürokratische Akt, der die bereits beschlossene Umwandlung und Neugründung offiziell machte: der Eintrag ins Handelsregister. Rückwirkend zum 1. Januar 2007 wird damit aus einem der größten Arbeitgeber im Landkreis eine gGmbH. Mit weiteren Zentren, die in GmbHs umgewandelt wurden, gründet sich eine Holding.Mit diesem Eintrag ändert sich einiges am Zentrum für Soziale Psychiatrie (ZSP) in der Klostergemeinde. Aus dem bisherigen Betriebsleiter wird nun der Geschäftsführer. Jürgen Hammerschlag, 57 Jahre alt und Betriebswirt, bleibt der Chef von rund 1200 Mitarbeitern. Landesdirektor Uwe Brückmanns Vorschlag war vom Verwaltungsausschuss des LWV bestätigt worden. Jürgen Hammerschlag wird dadurch mehr Handlungsspielraum bekommen, muss aber auch mehr Verantwortung übernehmen. Der bisherige Betriebsleiter verfüge über "das fachliche Profil wie auch langjährige Erfahrungen, um die gGmbH erfolgreich durch den Wandel der kommenden Jahre steuern zu können", begründete Brückmann. Der eigentliche Sturm wird erst in ein paar Jahren auf die Mitarbeiter zukommen. Bis 2011 ist der Überleitungs-Tarifvertrag gültig, mit dem der Personalrat zufrieden war. Erst einmal ändert sich für den Großteil der Mitarbeiter nichts, betonte auch der bisherige Personalratsvorsitzende Dieter Hansmann auf WLZ-FZ-Anfrage. Für den bisherigen Personalrat dagegen schon: Ein halbes Jahr lang wird das Gremium zum Übergangs-Betriebsrat. Es muss erstmals ein Betriebsrat gewählt werden - Hansmann wird dafür kandidieren.Obwohl der Personalrat "die gGmbH nicht wollte", wie Hansmann erinnerte, habe die Umwandlung für das Gremium dennoch eine positive Seite: "Wir dürfen in wirtschaftlichen Fragen mehr mitentscheiden", erklärte Hansmann. "Wir können einen Wirtschaftsausschuss bilden, der dann auch ausführlich informiert werden muss." Auf lange Sicht rechnet der bisherige Personalratsvorsitzende damit, dass auch in Haina Fusionen nicht auszuschließen sind. "Das sieht man ja schon in anderen Zentren: Da teilen sich drei Häuser einen Geschäftsführer." Da das ZSP Haina das größte innerhalb des LWV ist, sieht Hansmann, der seit sieben Jahren für den Posten des Personalratsvorsitzenden freigestellt ist, die Hainaer Kliniken allerdings "nicht ganz weit vorne, wenn es um solche Zusammenlegungen geht." Für Ende des Monats ist eine Betriebsversammlung geplant, in der die Mitarbeiter über die nächsten Schritte informiert werden. Text von Andrea Pauli
Außenwohngruppe Löhlbach für seelisch Behinderte stellte sich der Öffentlichkeit vor
- Jeder hat ein kleines Reich
Löhlbach. Möglichst viel Selbständigkeit im Alltag erreichen: das ist das Ziel der Bewohner des Hauses am Mühlenberg 26 in Löhlbach, einer neuen Außenwohngruppe des Wohn- und Pflegeheims Haina. Welch gemütliches Zuhause sie sich gemeinsam mit ihren Pflegern und Betreuern in den letzten Monaten geschaffen haben, zeigten sie jetzt bei einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit.
Den Besuchern präsentierten sich über drei Etagen helle, geräumige Zimmer mit modernen Möbeln und Stoffen in warmen Farben. Jeder der zehn Bewohner verfügt über sein eigenes kleines Reich; die sanitären Einrichtungen werden mit jeweils einem weiteren Mitbewohner geteilt.
„Unsere Bewohner brauchen vor allem eine feste Tagesstruktur“, erklärte Gruppenleiterin Karin Gieße. Zur Therapie der seelisch Behinderten gehörten neben Kochen und Backen und den gemeinsamen Mahlzeiten am Morgen und Abend auch ein Wasch- und Putztraining, eben das Bewältigen der praktischen Dinge im Alltag. 
Montags bis freitags werden die Bewohner zur Arbeitstherapie ins Zentrum für Soziale Psychiatrie (ZSP) nach Haina-Kloster gefahren. Langfristig werde das Wohnen in kleinen Gruppen bei nur stundenweiser Betreuung angepeilt, sagte Gieße.
Jürgen Hammerschlag, Geschäftsführer des Zentrums für Soziale Psychiatrie, gratulierte zur gelungenen Einrichtung der Außenwohngruppe. „Seit dem Entstehen der Idee, ein Haus anzumieten, hat sich das quasi als Selbstläufer entwickelt“, sagte er anerkennend. Für die Bewohner sei ein „vernünftiges Zuhause mit familiärem Charakter“ entstanden.
Pflegedienstleiter Erwin Gruber dankte allen Mitarbeitern, die den Bewohnern ein rasches Einleben ermöglicht hätten. „Das Arbeiten hier macht Spaß“, lautte hierauf die Antwort von Mitarbeiterin Helga Schneider.
Dass mittlerweile auch die Nachbarn eventuelle Bedenken ausgeräumt hätten, erklärte Vermieterin Gerda Altmann: „Keiner fühlt sich gestört.“

Das größte Lob jedoch kam von den Bewohnern selbst. „Das Haus hier ist wirklich gut“, äußerten sie mehrfach und genossen sichtlich den besonderen Tag. Dabei gab es natürlich auch Speisen und Getränke. Von Erbsensuppe bis Kaffee und Kuchen.
Quelle: Hessisch Niedersächsische Allgemeine Datum: 24.10.2007 Bilder und Text: Marise Moniak
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Seelisch Behinderte leben in Löhlbach in einer neuen, selbstständigeren Hausgemeinschaft
Der erste Schritt auf einem langen Weg
Haina-Löhlbach.Es ist ein großer Schritt. Schon für einen gesunden Menschen ist es nicht leicht, nach Jahrzehnten die Räume zu verlassen, die so lange das Zuhause waren. Für Menschen mit seelischer Behinderung ist das noch viel schwerer. Doch zehn von ihnen haben es geschafft: Sie sind aus ihrem Heim auf dem Gelände des Zentrums für Soziale Psychiatrie ausgezogen und haben sich in einem Mehrfamilienhaus als betreute Hausgemeinschaft neu eingelebt.
Das Wohn- und Pflegeheim ist ein Betriebszweig am Zentrum für Soziale Psychiatrie. Hier werden Menschen betreut, die aufgrund einer psychischen Erkrankungen nicht allein leben können: Schizophrenie, Wahnvorstellungen und ähnliche Diagnosen machen den Menschen ein selbstständiges Leben unmöglich. Im Wohn- und Pflegeheim (WPH) werden sie von Fachkrankenpflegern teils langfristig betreut, andere werden hier auf die Wiedereingliederung in die Gesellschaft vorbereitet. Bisher lebten sie in verschiedenen Wohngruppen auf dem Gelände des Zentrums für soziale Psychiatrie in Haina. Seit Juli hat das WPH eine zweite Adresse: Am Mühlenberg in Löhlbach.
Als bekannt wurde, dass eine Gruppe aus Haina in das große Mehrfamilienhaus einziehen würde, gab es zunächst Ängste bei einigen Nachbarn, die dachten, es handele sich um Patienten der Forensik – also psychisch kranke Straftäter. „Die Bewohner, die hierher gezogen sind, sind zwar aufwendig in der Betreuung, aber nicht gefährlich“, sagt der Leiter des WPHs, Erwin Gruber. Mittlerweile sind die neuen Nachbarn kaum zu bemerken: denn die Bewohner konzentrieren sich auf ihre Wohnungen und den Balkon am Haus.
„Die Trennung von Wohn- und den Arbeitsplatz ist ein ganz wichtiger Schritt für die Bewohner“, erläutert Erwin Gruber. Denn nun haben die Männer und Frauen eine ganz andere Motivation und können nicht mehr sagen: „Ich komme später zur Arbeit.“ Denn der Bus nach Haina fährt zum festen Zeitpunkt ab. Von den insgesamt 22 Plätzen im WPH wurden zehn nach Löhlbach ausgegliedert. Rund um die Uhr ist ein Fachpfleger vor ort, eine Hauswirtschafterin ist ebenfalls in der Hausgemeinschaft beschäftigt.
Das große Haus mit 400 Quadratmeter Wohnfläche ist „ein traumhaft schönes Objekt“, findet Gruber. Hier sind drei Wohneinheiten entstanden: im Erdgeschoss leben die beiden Frauen in einer Wohngemeinschaft mit Wohnküche, und in den oberen beiden Stockwerken wohnen Männer, ebenfalls aufgeteilt in zwei Wohnungen mit eigenen Zimmern und Wohnzimmern. Im mittleren Stockwerk trifft sich die Hausgemeinschaft zum Frühstücken, Kaffeetrinken und Abendessen.
Zum ersten Mal viel Platz
Ein bisschen sieht es in den Wohnzimmern noch aus wie im Möbelhaus: neue, große Sofas, farbenfrohe Vorhänge und schöne Dekoration, aber wenig Persönliches. „Das ist auch kein Wunder: noch nie haben die Bewohner so viel Platz für sich und ihre persönlichen Dinge gehabt“, erklärt Gruber. Ganz anders sieht es in den Schlafzimmern aus, die von der Größe deutlich über dem Durchschnitt in betreuten Einrichtungen liegen: in einem steht ein Schreibtisch voller Briefe, Zettel, Stifte, Bilder, Postkarten und Krimskrams. In den anderen Zimmern hängen Fotos an der Wand. Auch die Möbel sehen nicht nach Heim aus. Rund 60 000 Euro hat der Landeswohlfahrtsverband in Umbau und Ausstattung des Gebäudes gesteckt. Die Kollegen und die Patienten waren in die Gestaltung des Hauses eingebunden, durften Wünsche äußern und Möbel mit aussuchen.
Für viele der Bewohner, die den Umzug mitgemacht haben, war dies ein unvorstellbar großer Schritt: „Einer von ihnen hat seit etwa 40 Jahren in Haina gelebt. Für andere war es schon schwer, vom Gutshof in das Haus am Hopfenrain umzuziehen“, erinnert sich Gruber an die Umstrukturierungen auf dem Klostergelände. Nicht alle Bewohner sind für ein Leben in einer solchen dezentralen Hausgemeinschaft geeignet. „Manche brauchen einfach die direkte Nähe zur Klinik“.
Das langfristige Ziel für die Neu-Löhlbacher ist es, irgendwann einmal selbstständig morgens zur Bushaltestelle zu laufen und die öffentlichen Verkehrsmittel zur Arbeit im ZSP oder bei der Lebenshilfe zu nutzen. Aber bis dahin ist es ein weiter Weg. Der erste große Schritt ist gemacht.
Quelle: Waldeckische Landeszeitung – Frankenberger Zeitung Text und Bilder: Andrea Pauly
Datum: 03.10.2007
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Guter Partner der Wehr -
Zentrum für Soziale Psychiatrie in Haina unterstützt den Brandschutz
Haina (Kloster). Die Plakette „Partner der Feuerwehr“ erhielt das Zentrum für Soziale Psychiatrie am Freitagabend für die Unterstützung der Feuerwehrarbeit.
„Ohne Personal funktioniert auch die beste Feuerwehr nicht.“ Wohl niemand würde den Worten von Jürgen Querl, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Waldeck-Frankenberg, widersprechen, doch konsequent danach handeln ist dennoch nicht jedermanns Sache.
Für die verantwortlichen Mitarbeiter des Zentrums für Soziale Psychiatrie (ZSP) Haina indes ist die aktive Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren der Großgemeinde eine Selbstverständlichkeit. Als Anerkennung für die stets zuverlässige Hilfe überreichte Querl beim Betriebsfest die Plakette „Partner der Feuerwehr“ an Geschäftsführer Jürgen Hammerschlag.
Sie arbeiten partnerschaftlich zusammen: (von links) Thomas Bahr (Wehrführer Haina), Bürgermeister Rudolf Backhaus, Betriebsleiter Jürgen Hammerschlag, Frank Wölk (Stellvertretender Wehrführer Haina), Gemeindebrandinspektor Joachim Gatzke, Jürgen Querl (Stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Waldeck-Frankenberg).
Mitarbeiter freigestellt
„Das ZSP stellt jederzeit seine Mitarbeiter für Fortbildungslehrgänge, notwendige Übungen und natürlich auch für Einsätze frei“, begründete Querl die Auszeichnung. 23 Mitarbeiter des Zentrums arbeiteten bei den Wehren der Großgemeinde Haina mit, und es habe noch nie Probleme bei Freistellungen gegeben. Er hoffe, dass die Plakette einen guten Platz im Eingangsbereich der Klinik erhalte, damit alle Besucher über die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr informiert würden.
Gemeindebrandinspektor Gatzke, auf dessen Vorschlag hin die Auszeichnung zustande gekommen war, bedankte sich beim ZSP auch für die materielle Unterstützung. So hatten die Hainaer Wehren zwei gebrauchte Kleinbusse und Geldspenden für Funkmeldeempfänger bekommen.
Bürgermeister Rudolf Backhaus gratulierte auch im Namen der kommunalen Gremien zur Auszeichnung. „Alle Firmen der Großgemeinde müssten Partner der Feuerwehr sein“, forderte er. Einige Betriebe sähen allerdings nicht ein, dass auch sie zur Unterstützung bereit sein sollten. „Finanzielle Forderungen bei Freistellungen von Feuerwehrleuten mögen rechtlich korrekt sein, moralisch sind sie es nicht“, sagte der Bürgermeister.
Jürgen Hammerschlag bedankte sich im Namen aller Mitarbeiter für die Ehre. „Jeder profitiert von einer gut funktionierenden Feuerwehr“, sagte er, und gerade bei den vielen Gebäuden des ZSP sei es gut zu wissen, dass sich aktive Menschen für die Belange der Einrichtung einsetzten. „Die notwendige Freistellung der Feuerwehrleute werden wir auch in Zukunft gewährleisten“, versprach er.
Quelle: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine – Frankenberger Allgemeine
Datum: 16.09.2007 - Text : Marise Moniac - Bild : ZSP Haina
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Zentrum für Soziale Psychiatrie Haina -
Kompetenter Partner für seelische Gesundheit
Herrschaftlich: Der historische Hauptbau der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Foto: Siegesmund
Das Zentrum für Soziale Psychiatrie Haina – eine der ältesten psychiatrischen Einrichtungen Deutschlands – gehört zum Landeswohlfahrtsverband Hessen. In Form einer gemeinnützigen GmbH haben sich hier verschiedene soziale Betriebszweige zusammengeschlossen, die aus dem früheren Psychiatrischen Krankenhaus entstanden sind. Die Klinik ist aus den bereits im Jahre 1533 von Landgraf Philipp dem Großmütigen gestifteten Hohen Hospitälern hervorgegangen.
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie blickt auf mehr als 450 Jahre Tradition in der Versorgung und Behandlung psychisch kranker Menschen zurück und bietet heute eine gelungene Mischung aus hohem Ausstattungskomfort, modernen Therapiekonzepten und erhaltenem historischem Flair. Sie ist ein modernes Fachkrankenhaus für Allgemeine Psychiatrie, Suchtkrankheiten und Gerontopsychiatrie.
112 Betten, sieben Stationen
In Haina stehen 112 Betten auf sieben Stationen zur Verfügung. In der Tagesklinik Korbach werden 15 Plätze zur teilstationären Behandlung bereit gehalten. Die angeschlossene Institutsambulanz dient der Nachsorge sowie der qualifizierten ambulanten psychiatrischen Versorgung.
Die Tagesklinik Korbach bietet psychisch kranken Menschen die Möglichkeit, eine intensive teilstationäre psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung zu erlangen und gleichzeitig die Selbständigkeit im Alltag zu erhalten. Sie kann anstatt einer vollstationären Behandlung erfolgen oder zur Erleichterung des Übergangs zwischen vollstationärer Behandlung und den Anforderungen des Alltags sinnvoll sein.
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina sichert dem Landkreis Unterstützung bei dem Ausbau außerklinischer gemeindepsychiatrischer Angebote zu. Sie warin den vergangenen Jahren Impulsgeber für den Ausbau der psychiatrischen Versorgung im Kreis, unter anderem mit der Eröffnung einer Tagesklinik und einer Ambulanz in Korbach
Klinik für forensische Psychiatrie
Die seit 1977 bestehende Klinik ist für die Behandlung der erwachsenen, psychisch erkrankter Rechtsbrecher des Bundeslandes Hessen zuständig. Der gesetzliche Rahmen der Unterbringung sowie die Behandlung wird durch das Hessische Maßregelvollzugsgesetz bestimmt. Die klinikeigene Nachsorgeambulanz kümmert sich im Rahmen einer Führungsaufsicht um entlassene Patienten, sodass die Gefahr erneuter strafbarer Handlungen in den vergangenen Jahren deutlich minimiert werden konnte. Hauptstandort ist die Klinik in Haina, Außenstellen befinden sich in Gießen und Haina-Fischbach. Die Klinik verfügt über 407 Planbetten.
Heilpädagogische Einrichtung
Die Heilpädagogische Einrichtung ist eine Wohneinrichtung nach dem Heimgesetz für Menschen mit geistiger Behinderung und leistet Eingliederungshilfe und Hilfe zur Pflege Hier werden Menschen betreut, die auf umfassende Betreuung angewiesen sind und die neben der geistigen weitere Behinderungen haben.
Die Bewohner leben in familienähnlichen Wohngruppen in verschiedenen Ortschaften und werden in der eigenen Tagesstätte oder der Werkstatt für Behinderte des Lebenshilfewerkes betreut. Die Integration in die Wohngemeinde ist ein wichtiger Baustein zum Erreichen der sozialen Eingliederung.
Ein Blick in die Geschichte
Das Zentrum für Soziale Psychiatrie blickt auf eine langjährige Tradition zurück, die bis in die Anfänge des 16. Jahrhunderts reicht. Damit gehört es zu den herausragenden psychiatrie-geschichtlichen Stätten in Europa. Ab dem 19.Jahrhundert war die Einrichtung Heil- und Pflegeanstalt. Seit 1953 befindet sich das Zentrum in der Trägerschaft des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen.
In den historischen Gebäuden, die seit der Klosterzeit erhalten und bewohnt sind, gibt es heute eine reichhaltige Sammlung an Archivgut und Gegenständen zur Hospital- und im Besonderen zur Psychiatriegeschichte.
HNA „Region und Vision“, 27.07.07.(js)
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Grundstein für Neubau gelegt -
Gebäude für die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina
HAINA (Kloster). Die Bauarbeiten für das neue Gebäude der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (KfPP) sind seit Wochen im Gange. Gestern wurde mit dem Grundstein der Beginn des eigentlichen Baus markiert.
Der Landesdirektor des Landeswohlfahrtsverbands (LWV) Uwe Brückmann legte die Rolle mit der Gründungsurkunde, einer aktuellen Frankenberger Zeitung, der Begrüßungsrede des Betriebsleiters Jürgen Hammerschlag, den Ausführungsplänen und etwas Kleingeld in den hohlen Stein mit der Aufschrift „2007“.
Bei der Grundsteinlegung waren neben Uwe Brückmann, Jürgen Hammerschlag und Uwe Barkey vom LWV auch der Ärztliche Direktor der KfPP Dr. Rolf Speier, Mitglieder des Verwaltungsausschusses und der Verbandsversammlung, die Pflegedirektorin Lydia Wölk-Dietrich, Personalratsvorsitzender Dieter Hansmann, Hainas Pfarrer Oliver Koch und weitere Interessierte anwesend. Brückmann betonte, dass die Investition in Höhe von 5 Millionen Euro beweise, dass der LWV hinter dem Standort Haina stehe.
Bürgermeister Rudolf Backhaus betonte die gute Zusammenarbeit zwischen LWV und politischer Gemeinde, die nicht immer so positiv gewesen sei.
Auf dem Gelände am Rande des Zentrums für Soziale Psychiatrie entsteht ein neues Stationsgebäude mit 40 Betten für die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, das sowohl medizinisch als auch baulich den Anforderungen der Klinik entsprechen soll.

Von links Polier Jürgen Rest, ZSP-Betriebsleiter Jürgen Hammerschlag, LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann, Pflegedirektorin Lydia Wölk-Dietrich und Ärztlicher Direktor Dr. Rolf Speier legten die Rolle mit Dokumenten in den Grundstein.
Quelle: Waldeckische Landeszeitung – Frankenberger Zeitung - Datum: 23.05.2007
Text und Foto: Andrea Pauly
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Therapiehof Fischbach bekommt Auszeichnung
Aufzucht des Roten Höhenviehs
Haina - Battenhausen
Belegschaft und Bewohner der Außenstelle Fischbach des Hainaer Zentrums für Soziale Psychiatrie freuen sich über eine Auszeichnung für ihre besonderen Leistungen im Bereich der Viehzucht.
Seit 1996 widmet sich der Therapiehof der Aufzucht des Roten Höhenviehs, das seit zwei Jahren auch als Kellerwaldrind bekannt ist. Jetzt gab es die Auszeichnung zum Züchter des Jahres, verbunden mit einem Gedenkteller und einem Präsentkorb.
Überreicht wurde die Ehrung von Rainer Oswald, der dem Vorstand des Vereins zur Erhaltung des Roten Höhenviehs angehört, in dem insgesamt 70 aktive Züchter organisiert sind. Oswald gratulierte den erfolgreichen Züchtern und lobte diese für ihre „typvollen Tiere“, die jetzt zum Erhalt einer fast verloren geglaubten Haustierrasse beitragen.
Der Therapiehof in Fischbach besteht seit 1983 und ist mit seinem Konzept in der Forensik fast einmalig in der Welt. Lediglich in Schweden besteht noch ein weiterer Therapiehof. Auf dem wird aber nicht gelebt, sondern nur gearbeitet, wie der pflegerische Stationsleiter der Einrichtung, Horst Bomm, erläutert.
Die 20 Bewohner freuten sich jetzt über die erfolgreiche Auszeichnung, an der auch sie teilhaben. Immerhin arbeiten sie täglich mit den Tieren. Manchmal sogar nachts, wie Horst Bomm erklärt: „Wenn nachts eine Kuh kalbt und es geht ein bisschen schwer, muss mit angepackt werden – und das machen unsere Bewohner dann auch.“

Vor dem Eingang zum Therapiehof in Fischbach:
Stationsleiter Horst Bomm (links) mit Volker Schmied
Quelle: Waldeckische Landeszeitung – Frankenberger Zeitung - Datum: 19.04.2007
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Wie Kunst der Seele hilft
Malen & Heilen – Ausstellung im Tischbein-Museum mit Bildern von Hainaer Patienten
HAINA (KLOSTER)
Malen & Heilen heißt die neue Ausstellung im Hainaer Tischbein-Museum. Sie verbindet Kunst mit dem Umfeld, in der die Kunstwerke entstanden sind: dem Zentrum für Soziale Psychiatrie. Gezeigt werden Bilder von Patienten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (KPPH) und von Bewohnern der Heilpädagogischen Einrichtung. Sie entstanden in der Arbeit mit Kunsttherapeutin Annelie Feldmann.
Da blicken den Betrachter von einem bunten Bild zahlreiche Augen an. Es ist das Gemälde eines ehemaligen Drogenabhängigen, der sich von allen Seiten beobachtet fühlt.
Eine Figur hat einen Knebel im Mund und eine Flasche im Kopf. Der Maler will damit Schmerz und Stummheit ausdrücken, die mit der Alkoholkrankheit der Ehefrau in Verbindung stehen.
Als Embryo mit Hammer im Mutterleib, den ein Schwert durchkreuzt, stellt sich eine Patientin dar. Sie war ein ungewolltes Kind und rebellierte schon im Mutterleib, so Ihre Erklärung.
Die Patienten setzen sich in ihren Bildern mit ihrer psychischen Erkrankung und ihrer Geschichte auseinander. Die Werke sind Ausdruck ihres seelischen Befindens. „Kunst wird verstanden als eine besondere Möglichkeit, Konflikte zu überwinden und neue Umgangsweisen mit Problemen zu erproben“, erläutert Kunsttherapeutin Feldmann. „Durch die Kunstwerke werden die Patienten selbstbewusst“, ergänzt Dr. Rolf Speier, der Ärztliche Direktor der KPPH. Und das im doppelten Sinne: Sie werden sich selbst bewusst und sie werden selbstbewusst nach außen.
Den Patienten, die neu zur Kunsttherapie kommen, erklärt Annelie Feldmann zunächst einiges zu Maltechniken als Grundlage. Beim Malen sind viele Patienten sehr konzentriert, lassen sich durch nichts ablenken. Ihre Bilder besprechen Sie mit der Kunsttherapeutin.
Ernste Ausstellung
Das trägt zur Verarbeitung von seelischen Problemen, vielleicht zur Heilung bei. Annelie Feldmann hat viele Arbeiten gesammelt. So viele, dass sie bis zum Ausstellungsende im Herbst viele Kunstwerke austauschen wird.
„Es ist eine ernste Ausstellung“, sagt Manfred Scholz, Vorsitzender der Freunde des Klosters Haina, der die Ausstellung organisiert. „Aber sie gibt auch Hoffnung“. Damit meint er zum Beispiel helle Farben in düsteren Bildern, die für eine Besserung des seelischen Befindens stehen können.
Und es gibt schließlich auch – in einem Raum zusammengestellt – idyllische Bilder zu sehen, mit Blumen- und Landschaftsmotiven. Auch das sind Arbeiten von psychisch kranken Patienten. Ebenso wie die Postkarten mit Sonnenuntergängen und Segelschiffen. Diese und einige Bilder stehen zum Verkauf.

Zu den Werken gibt es jeweils Erklärungen über deren Entstehung und die Person, die sie gemacht hat. Oft auch zu ihrer Erkrankung. Abgerundet wird die Ausstellung mit kurzen Informationen über Krankheitsbilder wie Depression oder Schizophrenie. Eine Ausstellung, die Gefühl und Intellekt anspricht.
Quelle: HNA - Datum: 12.04.2007 -
Text und Fotos: Martina Biedenbach
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Forensikbeirat Haina bestätigt seine Führung – Bindeglied zwischen Klinik und Bevölkerung
Oliver Koch bleibt Beiratsvorsitzender
HAINA (KLOSTER) (apa) Der Hainaer Pfarrer Oliver Koch bleibt Vorsitzender des Forensikbeirates. Er wurde in der Sitzung des Gremiums wiedergewählt.
Der Forensikbeirat sieht sich als Bindeglied zwischen den Bürgern der Gemeinde Haina und der Klinik für forensische Psychiatrie (KffP). Er hat beratende und unterstützende Funktion bei Betrieb und Planungen der Klinik und soll Verständnis und Akzeptanz des Maßregelvollzugs in der Öffentlichkeit fördern.
Sitz und Stimme im Forensikbeirat haben die in der Gemeindevertretung vertretenen Fraktionen, die Kirchen, die Polizei, die Presse, die Wirtschaft sowie der Landeswohlfahrtverband als Klinikträger.
Auch ungebundene Vertreter der Hainaer Bürgerschaft arbeiten im Beirat mit. Sie wurden durch Beschluss des LWV-Verwaltungsausschusses in Anlehnung an die kommunale Wahlperiode für die nächsten fünf Jahre neu berufen.
In der konstituierenden Sitzung am vergangenen Mittwoch stand die Neuwahl des Vorsitzenden nebst Vertreter auf der Tagesordnung. Einstimmig wurde hierbei der bereits in der vergangenen Legislaturperiode amtierende Vorsitzende, Pfarrer Oliver Koch, zum Vorsitzenden gewählt. Auch sein Stellvertreter, Bürgermeister Rudolf Backhaus, wurde im Amt bestätigt.

Der neue Beirat, von links: Frank Happel, Erhard Hofmeister, Gerhard Bornscheuer, Wilfried Frank, Rudolf Backhaus, Oliver Koch, Dieter Ingold – LWV Hessen, Werner Diele, Jürgen Hammerschlag
Quelle: Waldeckische Landeszeitung – Frankenberger Zeitung - Datum: 05.04.2007 -
Text: Andrea Pauly nach oben
Im roten Boot rund um die Welt

Im Rokoko-Kostüm: Das Zickenballett Bunstruth präsentierte einen Tanz in selbstgenähten Kostümen. Er hat ein knallrotes Gummiboot: Zu dieser Musik ruderten Mitarbeiter und Bewohner der Heilpädagogischen Einrichtung Haina bei der Faschingsfeier rund um die Welt.
Haina-Kloster. Die Heilpädagogische Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung des Zentrums für soziale Psychiatrie in Haina stand am Donnerstagabend ganz im Zeichen des Karnevals. Ausgelassen und fröhlich feierten 100 Bewohner und Mitarbeiter, verkleidet als Zwerge, Bienen, Piraten und vieles mehr, gemeinsam mit ihren Gästen, im Hainaer Bürgerhaus Fasching.
Mit Edeltraud Becker
Durch ein phantasievolles, abwechslungsreiches und fröhliches Programm führte, wie schon seit Jahren, Vollblutkarnevalistin Edeltraud Becker aus Gemünden.
Eröffnet wurde das Programm mit einer Schwarzlichtvorführung einiger Mitarbeiter und Bewohner der Einrichtung.
Das Zickenballett Sehlen/Grüsen zeigte einen Tanz unter choreographischer Leitung von Elvira Köhler. Neben der tänzerischen Leistung gefielen besonders die phantasievollen Kostüme im Rokokostil. Die Tanzgruppe Grufties der Burgwaldnarren demonstrierte auf witzige Weise, dass auch Senioren noch eine heiße Sohle aufs Parkett legen können. Zur Stärkung der Anwesenden gab es Würstchen und Salate, die die Wohngruppen vorher zubereitet hatten. Anschließend entführten die Mitarbeiterinnen Sabine Battefeld und Jacqueline Kühling den ganzen Saal zu einer Weltreise im knallroten Gummiboot. Die einzelnen Etappen von Land zu Land musste die Pädagogischen Leitung, vertreten durch Werner Thielemann, Axel Goerlach und Michael Ritter, gemeinsam rudernd bewältigt. Mit typischer Musik und Kleidung des jeweiligen Gastlandes wurden sie dann von Bewohnern begrüßt.
Tanzende Pippi Langstrumpf
Einen Pippi-Langstrumpf-Tanz zeigte die Jugendgruppe der Feuerwehr Gemünden unter Leitung von Marike Golde. Die Männergruppe des SSV Bunstruth tanzte schwungvoll zur Musik der Gruppe YMCA
Die Bewohner der Wohngruppen und Tagesstätten hatten viel Spaß an dem dreistündigen Programm. Sie forderten von jeder der angetretenen Gruppen Zugabe und belohnten sie mit dreifachen Beifallsraketen.Für Stimmung und Karnevalsmusik zu Polonaise, Tanz und Schunkelrunden sorgten Friedhelm Möller (Leiter der Tagesstätte), Mitarbeiter Nico Mai und Werner Thielemann.
Quelle: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine - Datum: 09.02.2007 -
Text und Foto: ao
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Einstiges Pilotprojekt im LWV feiert 20-jähriges Bestehen
HAINA (KLOSTER). Vor 20 Jahren , am 2. Februar 1987, zogen die ersten Bewohner in die Wohngruppe Halgehausen ein. Diesen Jahrestag feierten Bewohner und Betreuer gemeinsam. Im Sommer ist ein großes Fest geplant, zu dem auch Nachbarn, Vereine und Freunde eingeladen werden.
Die Wohngruppe war damals ein Pilotprojekt im Landeswohlfahrtsverband Hessen. Menschen mit Behinderung, die bisher in der Psychiatrie betreut wurden, zogen in eine offene Wohnform. Sie erhielten die Möglichkeit, einen eigenen Lebensstil für sich umzusetzen und Zukunftspläne zu entwickeln. Manche nutzten die Wohngruppe, um in ihre Herkunftsregionen zurückzukehren, andere haben in Halgehausen eine Heimat gefunden. Derzeit leben in der Wohngruppe mitten im Dorf 15 Bewohner.
1989 zogen alle Menschen mit geistiger Behinderung aus der Hainaer Psychiatrie in die neu gegründete Heilpädagogische Einrichtung (HPE).
Die Wohngruppe in Halgehausen feierte ihr 20-jähriges Bestehen mit einem hausinternen Fest für Bewohner und Angehörige. Ein großes Fest soll im Sommer folgen.

Gesellschaftsspiele gehören zum Alltag in der Wohngruppe der Heilpädagogischen Einrichtung in Halgehausen. Die Gruppe besteht seit 20 Jahren.
Quelle: Waldeckische Landeszeitung – Frankenberger Zeitung - Datum: 08.02.2007 -
Text und Foto: Andrea Pauly
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