Jubiläum Bernard Seitz

40jähriges Dienstjubiläum Bernard Seitz



Als Fernspäher bei der Bundeswehr habe es ihn als jungen Mann in diese Region verschlagen. Ausgestattet mit den erforderlichen Fertigkeiten, sich auch in harten Zeiten und rauen Gegenden zu behaupten, hat er dann sein privates Glück in Löhlbach gefunden, so Bernard Seitz anlässlich seines nun 40jährigen Dienstjubiläums.

In privatem Rahmen würdigte jetzt der Pädagogische Leiter der Heilpädagogischen Einrichtung Haina, Werner Thielemann, die besonderen Leistungen für die Heilpädagogische Einrichtung und deren Bewohner und bedankte sich bei dem Jubilar für besonderes Engagement und treue Dienste. Betriebsleiter Jürgen Hammerschlag konnte nicht teilnehmen, gratulierte aber ausdrücklich per Glückwunschschreiben zu diesem seltenen Jubiläum.

Seine eigentliche berufliche Laufbahn begann er am 01.07.1969 als Krankenpflegepraktikant im Dienst des damaligen Psychiatrischen Krankenhauses Haina. Schnell stand fest, dass ihm die Arbeit mit psychisch Kranken und geistig behinderten Menschen zusagte, so dass noch in 1969 eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer und ab 1971 die Ausbildung zum Krankenpfleger folgten.

Nach bestandener Prüfung wurde er als Krankenpfleger in den Stationsdienst übernommen und lernte dann, wie viele andere Kollegen auch, die ganze „Palette" stationärer Versorgung kennen. Mit Neugründung der Heilpädagogischen Einrichtung am 01.01.1989 wurde Herr Seitz dort als so genannter Erzieher tätig. Neben qualifizierter Pflege traten nun verstärkt heilpädagogische Förderprogramme in den Vordergrund und zu den bereits tätigen Mitarbeitern kamen verstärkt staatlich anerkannte Erzieher hinzu. Bernard Seitz absolvierte verschiedene Fortbildungen im Bereich der Behindertenbetreuung, so dass er  in 1992 als stellvertretender Gruppenleiter eingesetzt werden konnte und schließlich am 01.07.1992 als Gruppenleiter die eigenständige Leitung der Wohngruppe 6.2 übernahm.

Richtig spannend wurde es dann, als diese Wohngruppe unter seiner Führung dann das psychiatrische Betriebsgelände verließ und nach umfangreicher Vorbereitung in den neu errichteten Hopfenweg 3 einzog.

Bernard Seitz hat die Veränderungen in der Heilpädagogischen Einrichtung hin zu einer pädagogisch ausgerichteten Behindertenbetreuung stets nach Kräften mitgestaltet und  unterstützt. Als Einrichter, Gestalter und Leiter einer dezentralen Wohneinheit, die sich weitgehend selbst versorgt und in der gerade Bewohnerinnen mit sehr schweren und mehrfachen Behinderungen leben, war er höchst erfolgreich. Sein Einsatz für die Belange, Wünsche und Rechte der Bewohner gehen weit über das dienstlich Erforderliche hinaus. Trotz der Tatsache, dass er das 6. Lebensjahrzehnt bereits deutlich überschritten hat, ist er mit seiner Dynamik und Tatkraft ein Vorbild insbesondere für jüngere Kollegen. Durch seine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sowie Flexibilität, Zuverlässigkeit und sein fachliches Know-How ist er im Kollegenkreis anerkannt und genießt ein hohes Maß an Vertrauen. Als Wermutstropfen müsse man allerdings aus betrieblicher Sicht benennen, so Werner Thielemann, dass er bereits im nächsten März die Ruhephase der Altersteilzeit antrete und damit eine Lücke hinterlasse. Das habe er sich allerdings redlich verdient. Schon jetzt wünsche man ihm noch viele Jahre im Kreise der großen Familie und eine ereignisreiche Zeit bei einem seiner Hobbys, dem Wandern.




„Wir hatten noch die Stationen auf dem zentralen Gelände, waren aber gleichzeitig bereits in Battenhausen und Willersdorf eingezogen, ganz einmal davon abgesehen, dass seit Jahren ja bereits die Wohngruppe Halgehausen betrieben wurde.

Ich erinnere mich noch gut an den 60. Geburtstag. Wir haben zunächst bei ihm zuhause gesessen. Später hat er dann groß gefeiert im Bürgerhaus im Rahmen seiner Familie, der Verwandtschaft und begleitet von Freunden.

Bernard, Du bist einer der großen Silberrücken geworden, so nennt man die alten weisen Gorillamännchen. Du bist, wenn man diesen Vergleich schon mal heranholt, aber keineswegs von der Sorte, die das Tempo zurückschraubend, gemütlich und behäbig auf den beruflichen Lebensabend zusteuert, im Gegenteil -

man erlebt Dich immer im Laufschritt, Du gibst immer noch das Tempo vor und bringst damit viele wesentlich jüngere Kollegen noch ganz gut außer Atem." (Zitat Werner Thielemann)

Von links: Pädagogischer Leiter Werner Thielemann, Jubilar Bernard Seitz,

Personalratsmitglied Horst Altmann und Bereichsleiter Michael Ritter